2015 – 20 Jahre Präventionsarbeit in Salzgitter

Präventionsarbeit in Salzgitter

1995 entstand die Idee einen Präventionsrat gegen Gewalt und Kriminalität zu gründen. Nach einer Podiumsdiskussion zum Thema Gewalt in der Schule wurde deutlich, dass auch in unserer Kommune das Thema aktuell war.

Eltern, Lehrer, Fachleute aus Ämtern und Einrichtungen waren sich einig, gemeinsam an einer Verbesserung dieser Situation zu arbeiten.

Die Kath FaBi setzte sich schon seit Jahren mit sozialen und gesellschaftlichen Fragen auseinander; sie bot sich als Sitzungsort für einen regelmäßigen Austausch der an diesem Thema interessierten Netzwerkpartner an.

Der Präventionsrat entwickelte sich zu einem beständigen Netzwerk. Vertreter von Polizei, Justiz, den Fachdiensten der Stadt Salzgitter, Beratungsstellen, Schulen und interessierte Einzelpersonen fanden sich zum Präventionsrat Salzgitter zusammen.

Ziel ist es, gemeinsam den unterschiedlichen Formen von Gewalt und Kriminalität entgegenzuwirken. Durch den regelmäßigen Informationsaustausch ist so über die letzten 20 Jahre ein enges Netzwerk entstanden, das durch öffentliche Veranstaltungen und individuelle Projekte das gewaltfreie Miteinander in unserer Stadt fördert.

Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden, und es sollen ihnen Beratungsangebote zu einem gelingenden eigenen Lebensentwurf nahegebracht werden. Selbstverständlich aber hat der Präventionsrat auch ein Auge auf generationsübergreifende Themen wie am Jahresprojekt 2014 Zivilcourage deutlich wurde.

Nachfolgend einige Projekte der letzten 20 Jahre:

1995  Präventionswoche „Salzgitter gegen Gewalt“

1997 Präventionswoche „Sucht“

2000 Präventionswoche Rechtsextremismus, Sexuelle Gewalt, Drogen

2001 Jahresthema „Bunt statt Braun“  (Ausstellung, Lesungen, Aktionen)

2002 Idee des Jugendpräventionsrates

2003 SHE – erstes Mädchenheft, erste beiden Mädchentage veranstaltet

2004 Erich – erstes Jungenheft, erster Jungentag veranstaltet

2004 Mitarbeit am Familien-Wegweiser des Bündnisses für Familien (Ev. und Kath FaBis als Organisatoren)

2005 Erster Sportlicher Stadtteilwettkampf

 

Der Präventionsrat war zudem in den Jahren 2005 bis 2010 immer wieder mit Fachveranstaltungen, Aktionen und vor allem den Jungen- und Mädchentagen an den Schulen aktiv in der sozialen Arbeit der Stadt Salzgitter präsent.

Auch die personellen Anforderungen an den Präventionsrat änderten sich: Zunächst führte die Leiterin der Kath. FaBi, Frau Kornelia Debertin-Hink, den Runden Tisch zusätzlich zu ihren Aufgaben. Später wurde Frau Cordula Uhde als ABM-Kraft eingestellt.

Die Stadt Salzgitter erkannte den Nutzen dieses Netzwerkes und so kam es nach gemeinsamen Überlegungen 1999 zur Gründung des Fördervereins mit 17 Gründungsmitgliedern. Der Förderverein als Empfänger der Freiwilligen Leistungen der Stadt Salzgitter für die Präventionsarbeit stellte mit Frau Monika Jüntschke dann die erste hauptamtliche Geschäftsführerin ein. Frau Jüntschke übte diese Aufgabe bis 2011 aus.

Seit August 2011 vertritt Petra Siems den Präventionsrat als Geschäftsführerin.

Vieles, was sich in den vorangegangenen Jahren bewährt hatte, wurde weitergeführt, so die Jungen- und Mädchentage an den weiterführenden Schulen, die Mobbing-Erstberatung beim Planspiel Sucht und die Präsenz in den weiteren Netzwerken in der Stadt Salzgitter wie das Bündnis für Familien, dem Runden Tisch gegen Häusliche Gewalt.

 

Der Präventionsrat beteiligt sich an Aktionen alljährlich …

… beteiligt sich der PR mit einem Aktionsstand

-beim Internationalen Kulturfest im September

-bei „Salzgitter Spiel“ im September

-bei den Stadtteilfesten Fredenberg und NOW

….organisiert der PR als Veranstalter im Spätherbst mit Kooperationspartnern den Familien-Spielenachmittag im Rathaus Lebenstedt – am 7.11.2015 zum 5. Mal in Folge!

Der Präventionsrat bringt sich in neue Netzwerke ein

Salzgitter ist Heimat für Menschen vieler Nationalitäten. Um Verständnis und Aktionen zu entwickeln, ist der Präventionsrat im Netzwerk Integration vertreten und hat am bisherigen Beratungsprozess zum Thema Integrationskonzept der Stadt SZ teilgenommen. Darüber hinaus werden Einladungen zu Veranstaltungen der türkischen Gemeinden gerne angenommen, um in direkten Dialog zu treten.

Das Netzwerk Frühe Hilfen ist Plattform für den fachlichen Austausch zu Beratung und Hilfe für Kinder und junge Familien, insbesondere auch im Migrationskontext.

Der Präventionsrat initiiert neue Projekte

2012 wurde durch Organisation von Pro Familia SZ gemeinsam mit Kooperationspartnern das Nds. Pilotprojekt „Ziggy zeigt Zähne“ zur körperlichen Selbstbestimmung bei Grundschülern eingeführt.

Seitdem haben 6 Grundschulen dieses Projekt mit ihren 3./4. Klassen durchgeführt.

Seit 2013 bietet der Präventionsrat einmal jährlich einen eintägigen Workshop für die Schulsozialarbeiter aller Schulformen in Salzgitter an.

Das fachliche Thema wird von den Schulsozialarbeitern zuvor abgestimmt. Der Präventionsrat übernimmt die organisatorische Durchführung und die Gesamtkosten des Seminartages.

Durch dieses Angebot erhalten die Schulsozialarbeiter neben ihrer laufenden Fortbildung eine zusätzliche fachliche Fortbildung in einem Thema, das sie für ihre Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern für aktuell wichtig ansehen.

Zusätzlich wird an diesem Tag die kollegiale Beratung und die Netzwerkarbeit gefördert.

Bisher wurden folgende Workshops durchgeführt:

2013 No Blame Approach

2014 Affekt Kontroll Training

2015 Mimikresonanz

2014 wurde das Jahresprojekt „Zivilcourage“ mit dem WEISSEN RING als Kooperationspartner durchgeführt. Durch finanzielle Unterstützung der Konrad Stiftungsgesellschaft konnte mit Studierenden des 2. Fachsemsesters Medienmanagement im Sommersemester 2014 ein Film- und Printprojekt durchgeführt werden. Unter Leitung von Herrn Professor Dr. Harald Rau und den Dozenten Frau Annika Ehlers, Frau Berit Andronis und Herrn Götz Ding entwarfen die Studierenden altersgerechte Film- und Printmedien, um das Thema „Zivilcourage – Kultur des Hinsehens“ in unserer Stadt bekannt zu machen.

 

Die Kinospots wurden im Kultiplex und im Cinema gezeigt
•Die Postkarten für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren wurden öffentlich verteilt/ausgelegt
•Die Plakate in Schulen und in öffentlichen Gebäuden aufgehängt

Es fanden Lesungen statt, im CityCarre Lebenstedt wurde mit dem WEISSEN RING eine Ausstellung organisiert und die Kurzfilme der Studierenden gezeigt, die Stadtbibliothek stellte „Bücherkisten“ zu diesem Thema bereit, Mitglieder des Seniorenbeirates besuchten eine Grundschule und berichteten über ihre Erfahrungen mit der eigenen Courage.

Ein vielbeachtetes Projekt, an dem sich zeigte, wie gut Salzgitter als Netzwerk funktioniert.

 

Herzlichen Dank allen Unterstützern und Sponsoren, die die Realisierung des Projektes ermöglicht haben!

Das Bewährte bleibt bestehen, aber auch neue Entwicklungen in der Präventionsarbeit müssen aufgegriffen werden.

Über den Kreissportbund Salzgitter ist der Präventionsrat in das Projekt der Nds. Sportjugend „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ eingebunden. Mit der Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt SZ, in Person Frau Ulrike Hennies, und Petra Siems wurde im September 2014 eines der ersten Tandems in Niedersachsen für dieses Präventionsprojekt begründet. Die Schulungen wurden absolviert. Ab Spätherbst sollen Vereine in Salzgitter beraten und in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gestärkt werden.

Gerne ist der Präventionsrat Kooperationspartner und steht im Rahmen seiner Möglichkeiten auch für finanzielle Unterstützung von Projekten zur Verfügung

Auch wenn inzwischen in Kitas, Schulen und anderen Institutionen die Präventionsarbeit wesentlicher Teil der Ausbildung junger Menschen geworden ist, sieht sich der Präventionsrat Salzgitter auch weiterhin als Plattform für den kollegialen und fachlichen Austausch aller an Präventionsarbeit Interessierten in unserer Stadt.

Dank allen Netzwerkpartnern und Sponsoren für die Unterstützung der Arbeit des Präventionsrates.

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Petra Siems

Präventionsrat gegen
Gewalt und Kriminalität in
Salzgitter e.V.

  • 05341 / 94 15 22 0

  • E-Mail schreiben
  • Marienplatz 12
    im Tillyhaus
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